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Kursangebot Netzwerk Familie in Zusammenarbeit mit tipiti

 

«Ein sicherer Ort ist dort, wo man sich zu Hause fühlt» M.B. – Traumapädagogik im Alltag

Kinder und Jugendliche im Alltag zu begleiten, welche seelische Verletzungen oder traumatische Erlebnisse in ihrer bisherigen Lebensgeschichte erfahren haben, stellen Pflegefamilien, Bezugs- und Betreuungspersonen vor besondere Herausforderungen. Betroffene Kinder und Jugendliche kommen vermehrt in schwierige Situationen und reagieren oft in unverständlichen Handlungsweisen, welche die Bezugs- und Betreuungspersonen überfordern und verunsichern. Dieses Scheitern der Betroffenen beeinflusst ihre weitere Entwicklung und es können erneut seelische Verletzungen entstehen. Diese nehmen abermals einen negativen Einfluss auf die Bindungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen. Betroffene Kinder und Jugendlichen benötigen eine besondere Förderung und Beziehungsangebote der Bezugs- und Betreuungspersonen.

Grundsätzlich zeigt sich, dass die bisherigen pädagogischen Ansätze weder den betroffenen Kindern und Jugendlichen noch den Pflegefamilien, Bezugs- und Betreuungspersonen gerecht werden.

Der Kurs «Traumapädagogik im Alltag» soll Bezugs- und Betreuungspersonen, wie auch Kinder und Jugendliche befähigen, ein Verständnis für ihre Handlungsweisen zu entwickeln. Ein Ziel der Traumapädagogik ist es, nicht nur den Kindern und Jugendlichen ein Verständnis für ihr Verhalten in Bezug auf ihre Geschichte aufzuzeigen, sondern auch die Bezugs- und Betreuungspersonen aus der eigenen Ohnmacht und Überforderung in der täglichen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen heraus zu führen.

In diesem Kurs werden Haltungen und Methoden durch Theorie und konkrete Handlungsinputs vermittelt. Es wird praktisches Handwerkszeug für den Alltag geschaffen.

Der traumapädagogische Ansatz und deren Methoden unterstützen die Betroffenen in der Selbstbemächtigung und Stabilisierung und bilden eine Grundlage für den Bewältigungsprozess der seelischen Verletzungen und Traumatisierungen.

Der Kurs besteht aus 4 einzelnen Kurstagen. Die Inhalte der einzelnen Tage haben einen aufbauenden Charakter. Nebst theoretischen Ansätzen ist der Kurs geprägt von einem hohen Praxisbezug, Praxisbeispielen, Übungen und viel Austausch unter den Teilnehmenden.

Kursleitung:

  • Sandra Berger, Pflegemutter tipiti, Sozialpädagogin, Traumapädagogin HFS
  • Patrizia Zürcher, Fachberaterin tipiti, Soz.-Päd FH, systemische Paar- und Familientherapeutin, Mediatorin SDM-FSM, Klärungshelferin IfK, Supervisorin Neue Autorität, WB Traumapädagogik

Kursdaten:

25. September, 6. und 20. November 2021 und 15. Januar 2022

Kursort:

bbzg Berufsbildungszentrum Goldau, Zaystrasse 44, 6410 Goldau SZ

Anzahl Teilnehmende:

Minimal 12 Teilnehmende, maximal 18 Teilnehmende

Kosten:

Für Pflegeeltern von Netzwerk Familie kostenlos. Für Externe CHF 600.- pro Person.

Anmeldung:

Telefonisch unter 055 422 07 47 oder  per E-Mail an info(at)netzwerkfamilie.ch

Der Kursplatz wird nach Eingang der Anmeldung berücksichtigt. Externe bitte bis 31.05.2021 anmelden. Die Information, ob der Kurs durchgeführt wird, erfolgt bis 31.05.2021. Bei Fragen wenden Sie sich an Claudia Stamerra: 055 422 07 47.